Mai 2010
Jugend forscht
die 3 Sieger
Teil 1
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| Teil 3
Bei der Begrüßung der Teilnehmer in Bochum zur Einleitung des Wettbewerbs wurde noch einmal klar gesagt, dass er eigentlich nicht für Kinder gedacht war, man sich aber entschlossen habe, diese zuzulassen.
Tatsächlich setzt der Wettbewerb Jugend forscht Kenntnisse und Fähigkeiten voraus, die die Kinder in der Schule erst im 7. und 8. Schuljahr oder noch später erwerben: Prozentrechnung, Messergebnisse grafisch darstellen, diese Darstellungen interpretieren, Fotosynthese, Atmung, Zehrung, Sauerstoffdefizit, Sauerstoffsättigung und Übersättigung. Ja, selbst der Begriff Definition ist Fünftklässlern noch fremd.
Eigentlich waren die drei Kinder noch viel zu jung für diesen Wettbewerb.
Aber, wie man sieht, sie schafften es eben doch, mit 14 jährigen zu konkurrieren und sogar zu gewinnen.
Am Freitag, dem 7.5.2010 und am Samstag, dem 8.5.2010 stellten die drei Forscher immer wieder der Öffentlichkeit und der Jury ihre Ergebnisse vor. Die Jury kehrte mehrfach an ihren Stand zurück, um detailliert nach der Erkenntnisgewinnung und nach den Zusammenhängen zu fragen.
Schließlich würdigte die Jury die Leistung von Olivia, Maximilian und Mika mit dem dritten Platz.
Für die Juniorengruppe ist mit dem Landeswettbeweb die höchste Stufe erreicht.
Was hatten die Kinder eigentlich erforscht?
Olivia, Maximilian und Mika hatten von Oktober 2009 bis Anfang Mai 2010 die Pflanzen und Tiere am und im Ostbach bestimmt, sie dargestellt. Soweit letztere Zeigerarten für die Wasserqualität sind, hatten sie ihr Vorkommen damit in Verbindung gebracht, und zwar auch mathematisch über Saprobienindices.
Außerdem hatten sie den untersuchten Teil des Ostbaches genau vermessen, um eine Karte zu erstellen, in die das Vorkommen bestimmter Tiere und Lebensgemeinschaften eingetragen wurde und deren Abhängigkeit von der Morphologie und Strömung des Baches aufgezeigt wurde.
Schließlich hatten sie noch in aufwändigen Sauerstoffmessungen über 24 Stunden an drei Stellen im Bach die Abhängigkeit des Sauerstoffgehalts im Wasser vom Sonnenstand und die Abhängigkeit der Schwankungen des Sauerstoffgehalts von der Verweildauer des Wassers in Pflanzen dargestellt, und zwar auch bei Frost.
Diese Erkenntnisse hatten sie mit den entsprechenden Messergebnissen anderer Schüler(damals im 9.Schuljahr) aus dem Hochsommer 2008 verglichen und unter Berücksichtigung der Tageslänge und Temperatur ausgewertet.
Schließlich wurde der Zustand des Baches nach sechs Kriterien zusammenfassend bewertete: nach der Ufervegetation, dem Bachverlauf, dem Sauerstoffgehalt des Wassers, dem Saprobienindex, der Gewässersohle und dem Strömungsbild.
Die Jury war erstaunt über die exzellente Artenkenntnis, vor allem, weil es schwierig ist, die Pflanzen im vegetativen Zustand im Winter genau zu bestimmen sowie über die sorgfältige Determinierung der Tiere, deren Vorkommen mit Fotos belegt wurde. Ganz besonders aber freute sie sich über die fundierte Kenntnis ökologischer Zusammenhänge und die sprachlich und fachsprachlich klare Darstellung.