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Juni 2005

Faust meets Dracula

Was kann sich daraus ergeben? Unterhaltung, Spannung und sicherlich auch einige Irritationen für das Publikum! Das hofft jedenfalls der Literaturkurs des Otto-Hahn-Gymnasiums, der einen skurrilen Mix aus Motiven und Texten aus Goethes Faust und Bram Stokers Dracula mit eigenen Texten zu einer modernen Szenenfolge gestaltet hat.
Dabei wurden die Klassiker ebenso respektlos wie kreativ aus heutiger Sicht "umgekrempelt", ohne jedoch ihr Anliegen ganz aus den Augen zu verlieren.
Das Schülertheaterstück, bei dem auch Kursteilnehmer des Pestalozzi-Gymnasiums mitwirken, wird am 23. Juni (Donnerstag) um 20.00 Uhr und am 24. Juni (Freitag) um 18.00 Uhr im Foyer des Otto-Hahn-Gymnasiums aufgeführt.

Exkursion GK 11 Biologie

Über künstliche Leber und Pils-Gifte
Nein, da ist kein Rechtschreibfehler in der Überschrift. Hier sind Mykotoxine gemeint, die bei Schimmelbefall des gelagerten Getreides in das Bier, sprich Pils, übergehen können und gesundheitliche Schäden verursachen. Dies und anderes erfuhren die Schülerinnen und Schüler des 11er Grundkurses Biologie auf ihrer Exkursion zum chemischen Untersuchungsamt Bochum.
Pünktlich und nahezu vollständig starteten wir am 16.6.2005 um 8.00 Uhr unsere Unternehmung und dies trotz des parallel stattfindenden Abi-Streiches und den Nachwirkungen der Stufenfeier vom Vortag. Nach 40minütiger Fahrt mit U-Bahn und Bus und einem 15minütigen Fußmarsch zum Gewerbegebiet Carolinenglück waren wir endlich am Chemischen Untersuchungsamt angekommen. Freundlich empfangen von Dr. Liebig wurden wir, nach einer kurzen Einführung, in zwei Gruppen durch die Laboratorien geführt.
Hierbei sahen wir Wissenschaft angewandt auf Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, wie z.B. bei dem Feuchtanalyse-Verfahren zur Kontrolle der Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln und Sonnencremes. Im Weiteren bekamen wir Einblicke in die Arbeitsweise eines Säulenchromatographen, der gerade zur Bieranalyse gebraucht wurde. Die enzymatische Photometrie lieferte Nachweise für die Höhe von Milchsäure im Wein. Die Head-Room-Gaschromatograhie schließlich überführte im Rahmen einer Blutprobenanalyse die Personen, die den zuvor erwähnten Genussmitteln vor einer Autofahrt zu stark zugesprochen hatten.
Als weitere interessante Tatsachen erfuhren wir:dass durch die modernen Analysemethoden ein ppb (ein Milliardstel Gramm) nachgewiesen werden kann, was dem Nachweis eines Stückchen Würfelzuckers im Starnberger See entspricht.dass 30kg Nüsse für eine aussagekräftige Analyse gebraucht werden, wenn Schimmelsporen entdeckt werden sollen.dass einem Menschen nicht von der Speise übel ist, die er gerade zu sich genommen hat, sondern wahrscheinlich von einer Speise, die vor 4 Stunden gegessen wurde, da es diese Zeit dauert, bis die enthaltenen Stoffe vom Organismus aufgenommen werden.
dass ein Säulenchromatograph soviel kostet wie ein neuer Sportwagen.
dass jedermann kostenlos Lebensmittelproben bei Verdacht zur Analyse einreichen kann.
dass man vor dem Kauf eines Grundstückes unbedingt eine Schadstoffanalyse des Bodens durchführen lassen sollte, da man ansonsten die Kosten für die Entsorgung des verseuchten Bodens selbst tragen muss (zum Teil bis über 100 000 Euro).
dass jede Alkoholprobe viermal analysiert werden muss, bis der Alkoholnachweis amtlich genehmigt ist. (2mal gaschromatographisch, 2mal über den Abbau durch das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) in einer so genannten künstlichen Leber).

Mit reichlich neuem Wissen über Analyseverfahren voll gestopft, machten wir uns schließlich auf den Rückweg und analysierten unseren Tag und die nähere Zukunft bis unsere Exkursion wieder in Herne endete.

Remon Hippert (StRef Biologie)

Praktikum in England

Einerseits wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Erfahrungen in der Arbeitswelt machen, aber vor allem ihre Englischkenntnisse anwenden und erweitern.

Am 19. Juni fliegt die Gruppe auf die Insel, um am darauf folgenden Tag mit dem Praktikum zu beginnen. Die Schülerinnen und Schüler sind in Familien untergebracht, die sie während ihres Aufenthaltes verpflegen und auch unterstützen.
Die Interessen der Teilnehmer sind sehr unterschiedlich: So arbeiten einige im Grund- und Sonderschulbereich, andere bei einer Immobilien- oder Baugesellschaft oder auch beim Jugendamt. Beliebt ist auch das Praktikum bei einem Fotografen.
Sogar an einem Flughafen wurde ein Platz gefunden, da der Schüler später gern Pilot werden möchte.
Seit mehr als 5 Jahren wird das England-Praktikum inzwischen an dieser Schule angeboten und es finden sich immer mehr Schüler, die diese Möglichkeit wahrnehmen.
Frau Severin, die im Laufe der Zeit auf immer mehr Stellen zurückgreifen kann, hilft ihnen, einen geeigneten Praktikumsplatz zu bekommen. Es ist nicht immer ganz leicht, aber das meiste ist bis heute ermöglicht worden.
Am Ende des zweiwöchigen Aufenthaltes erhalten die Teilnehmer eine Bescheinigung über ihr Auslandspraktikum, das für ihre späteren Bewerbungen sicher von Nutzen ist.


Bericht Betriebspraktikum Rochester

England-Praktikanten zurück am OHG

Nach gut 2 Wochen kehren die Teilnehmer des England-Praktikums kurz vor den Zeugnissen wieder nach Deutschland zurück.

Eine interessante und abwechslungsreiche Zeit mit vielen neuen Erfahrungen liegt hinter ihnen.

Sie wurden von den Gastfamilien freundlich aufgenommen und konnten feststellen, dass das englische Essen gar nicht so schlecht ist und auch das Wetter besser ist als sein Ruf.
Nach anfänglichen Unsicherheiten kamen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Englischkenntnissen sehr gut klar. Immer wieder waren ihre Arbeitgeber voll des Lobes über ihr gutes Englisch.
Mit den Praktikumsstellen waren die Teilnehmer mehr als zufrieden. Sie wurden, wo immer es ging, in den Arbeitsprozess einbezogen und bekamen auch ihre eigenen Aufgaben. So mussten sie z.B. Kundengespräche führen, telefonisch Termine vereinbaren, mit einem Computerprogramm einen Grundriss für ein Haus entwerfen, Bücher katalogisieren, auszeichnen und einsortieren, Photos aufnehmen und bearbeiten, Schulkinder betreuen und mit ihnen lernen, Baustellen besichtigen oder auch Leichtflugzeuge zusammenbauen.
Auch bei den Arbeitsstellen haben die Praktikanten einen guten Eindruck hinterlassen. Die Betreuer waren mit ihnen mehr als zufrieden und sind gern bereit, unsere deutschen Schüler auch in den nächsten Jahren aufzunehmen.
Nach getaner Arbeit trafen sich die Schülerinnen und Schüler am Abend, um ihre Erfahrungen auszutauschen.
Die Wochenenden wurden dazu genutzt, Abstecher in die nähere Umgebung oder nach London zu machen, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Der Aufenthalt in England hat sich für alle Teilnehmer in jeder  Hinsicht gelohnt und wird ihnen lange in guter Erinnerung bleiben. (Doris Severin)

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